Satzung der Marinekameradschaft Werdau und Umgebung e. V.

Gegründet 1922
Wiedergegründet 1990

§ 1 Name, Sitz und Gerichtsstand

  1. Der Verein führt den Namen Marinekameradschaft Werdau und Umgebung e. V., in der abgekürzten Form „MK Werdau u. U. e. V.“.
  2. Der Verein ist in das Vereinsregister eingetragen.
  3. Der Verein hat seinen Sitz in 08412 Werdau OT Langenhessen, Kleinbernsdorfer Str. 8a.
  4. Als Gerichtsstand gilt Zwickau.

§ 2 Zweck des Vereins

  1. Die Marinekameradschaft Werdau und Umgebung e. V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Zweck der Marinekameradschaft Werdau und Umgebung e. V. ist die Förderung
    • des Kinder-, Jugend- und Erwachsenensports
    • der Völkerverständigung
    • der Pflege der Tradition der Seefahrt
  3. Dieser Zweck soll verwirklicht werden insbesondere durch:
    • Der Verein betreibt seesportliche Betätigung in Trainings-, Übungs- und Wettkampfbetrieb, vorrangig für Kinder und Jugendliche, sowie als Beitrag zur Gesunderhaltung der Bevölkerung.
    • Kontaktpflege zu anderen Orts- und Landesgruppen sowie zu gleichartigen Organisationen in Europa mit dem Ziel, sowohl die nationale Verbundenheit als auch den völkerverbindenden Charakter der Seefahrt zu pflegen und grenzüberschreitend dem europäischen Gedanken zu dienen.
    • Der Verein bekennt sich zu den demokratischen Traditionen deutscher Seefahrt und lehnt nationalistisches und faschistisches Gedankengut ab.
    • Der Verein versteht sich als Vertretung aller, an der Pflege maritimer Traditionen Interessierter, ehemaliger und aktiv tätiger Angehöriger der Handelsflotte, der Marine, der Binnenschifffahrt und der Fischerei, sowie aller maritim interessierter Bürger der Umgebung.
    • Der Verein gibt den Mitgliedern die Möglichkeit eines interessanten und geselligen Vereinslebens, auf der Basis der festen Kameradschaft der Seeleute und fördert und den Mitgliedern das Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Hilfsbereitschaft.
    • Die Durchführung von Veranstaltungen zur Pflege maritimer Traditionen, des maritimen Liedgutes und des Klönsnacks aus der Fahrenszeit für Mitglieder, deren Familienangehöriger und interessierte Bürger.
    • In der Ausübung dieser Tätigkeit wird Wert gelegt, auf einen aktiven Beitrag zum Schutz und Erhalt der natürlichen Umwelt, der Reinhaltung der Gewässer und der Bewahrung kulturhistorischer Werte.
  4. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral.
  5. Der Verein ist Mitglied im Deutschen Marinebund e. V. und im Landessportbund des Freistaates Sachsen und anerkennt deren Statuten.
  6. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden. Für Kinder und Jugendliche ist bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres das schriftliche Einverständnis des Erziehungsberechtigten vorzulegen.
  2. Über die Aufnahme entscheidet auf schriftlichen Antrag, der an den 1. Vorsitzenden zu richten ist, der Vorstand.
Ein abgelehnter Bewerber um die Mitgliedschaft hat innerhalb eines Monats nach der Bekanntgabe des Ablehnungsbeschlusses das Recht, die nächste Mitgliederversammlung anzurufen. Diese entscheidet endgültig. Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht.
  3. Mit er Entrichtung des Monatsbeitrages beginnt die Mitgliedschaft sowie der Versicherungsschutz auf der Grundlage der geltenden Rechtsvorschriften.
  4. Die Mitgliederversammlung kann auf Vorschlag des Vorstands oder eines Mitglieds die Ehrenmitgliedschaft für besondere Verdienste um die Marinekameradschaft Werdau und Umgebung e. V., mit einfacher Stimmenmehrheit verleihen. Die Ehrenmitglieder sind zu den Mitgliedsversammlungen einzuladen, sie sind aber nicht stimmberechtigt.

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet:
    • durch Tod, mit dem Todestag
    • durch Austritt. Der Austritt ist jederzeit zum Monatsende möglich und ist dem Vorstand schriftlich zu erklären.
    • durch den Ausschluss. Der Ausschluss aus dem Verein ist zulässig. Er erfolgt auf Vorschlag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit:
    • wenn das Verhalten des Mitglieds in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt oder sonst ein wichtiger Grund gegeben ist. Nach Möglichkeit soll das Mitglied nicht ausgeschlossen, sondern unter ausdrücklichem Hinweis auf den Ausschluss abgemahnt werden.
    • wenn das Mitglied auch auf zweimalige Mahnung hin nicht den Jahresbeitrag entrichtet.
  2. Das ausgeschlossene Mitglied hat innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Ausschlusses (unzustellbare Postsendungen gelten als bekannt gegeben, wenn der Beschluss an die zuletzt bekannte Adresse versandt worden ist) die Möglichkeit, die nächste Mitgliederversammlung anzurufen; diese entscheidet endgültig über die Mitgliedschaft. Bis zur Entscheidung der Mitgliederversammlung ruhen die Mitgliedsrechte.
  3. Das ausgeschiedene oder ausgeschlossene Mitglied hat keinerlei Anspruch auf das Vereinsvermögen.
  4. Die Wiederaufnahme freiwillig ausgetretener Mitglieder ist jederzeit möglich. Soweit diese die Beiträge für die unterbrochene Mitgliedschaft nicht nachzahlen, gelten sie als neu eingetretene Mitglieder.
  5. Ausgeschlossene Mitglieder können nur wiederaufgenommen werden, wenn sie grundsätzlich ihren Verpflichtungen gegenüber dem Verein für die Zeit des Ausschlusses nachkommen bzw. der Grund des Ausschlusses nicht mehr besteht.

§ 5 Beiträge und Mittel des Vereins, Geschäftsjahr

  1. Es ist ein Mitgliedsbeitrag in Form einer Geldzahlung zu entrichten, über deren Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung.
  2. Der Beitrag ist eine Bringschuld. Er kann monatlich bis zum 15. oder als Jahresbeitrag bis zum 30.06. des Jahres entrichtet werden.
  3. Das Geschäftsjahr des Vereins entspricht dem Kalenderjahr.
  4. Eine Aufnahmegebühr wird nicht geschuldet.
  5. Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.
  6. Der Vorstand ist berechtigt, einzelnen Mitgliedern auf Antrag den Beitrag ganz oder teilweise zu erlassen.
  7. Nur Mitglieder, deren Beitrag rechtzeitig und in voller Höhe an den Verein gezahlt haben, sind stimmberechtigt.
  8. Zur Zahlung der Beiträge und Umlagen, die am Tage des Ein- oder Austritts entstehen, ist das Mitglied verpflichtet.
  9. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die mit einem Ehrenamt betrauten Mitglieder haben nur Anspruch auf Ersatz tatsächlich erfolgter Auslagen.
  10. Die Überprüfung der Geschäftsführung obliegt der Mitgliederversammlung.

§ 6 Organe des Vereins

  1. Die Organe der Marinekameradschaft Werdau und Umgebung e. V. sind
    • die Mitgliederversammlung
    • der Vorstand

§ 7 Die Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist die höchste Instanz in allen Angelegenheiten des Vereins. Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand und die Revisoren, beschließt über Satzungsänderungen, prüft und bestätigt die Jahresabrechnung und entlastet den Vorstand.
  2. Die Mitgliederversammlung wird bei Bedarf, jedoch mindestens einmal im Kalenderjahr einberufen.
  3. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand mindestens 20 Kalendertage vorher, unter Angabe der Tagesordnung, dem Tagungsort und der Anfangszeit schriftlich einberufen. Die Einladung erfolgt ordnungsgemäß, wenn sie an die letzte vom Mitglied benannte Adresse erfolgt ist.
Bei besonders dringlichen Angelegenheiten ist der 1. Vorsitzende berechtigt, von der Einhaltung dieser Fristen abzusehen. In der Einladung ist auf die besonderen Umstände ausdrücklich hinzuweisen.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich unter Darlegung der Gründe beantragt. In diesem Fall muss die Mitgliederversammlung innerhalb von zwei Monaten einberufen werden.
  4. In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied Sitz und Stimme. Es wird durch Handzeichen abgestimmt. Bei der Abstimmung entscheidet die einfache Mehrheit der erschienenen Mitglieder. Enthaltungen und ungültige Stimmen werden nicht gezählt.
  5. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Einladungsmängel werden geheilt, wenn die nicht ordnungsgemäß geladenen Mitglieder tatsächlich erschienen sind.
  6. Der 1. Vorsitzende oder ein vom Vorstand bestimmtes Mitglied leitet die Mitgliederversammlung nach parlamentarischen Regeln. Der Versammlungsleiter wacht über die Einhaltung der satzungsmäßigen Bestimmungen, besonders dafür, das in der Versammlung jede Erörterung politischer und religiöser Angelegenheiten ausgeschlossen bleibt.
  7. Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen. Darin sind alle Anträge, Wahlhandlungen, Bestätigungen und Beschlüsse schriftlich niederzulegen. Jedes Vereinsmitglied ist berechtigt, diese Niederschrift einzusehen. Der Protokollführer und der 1. oder 2.Vorsitzende unterzeichnen dieses und stehen damit für die Richtigkeit der Niederschrift ein.
  8. Die Abberufung des Vorstandes, sie kann nur erfolgen, wenn sich 75% der erschienenen Mitglieder dafür aussprechen und wenn zugleich ein neuer Vorstand mit einfacher Mehrheit gewählt wird (konstruktives Misstrauen).

§ 8 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus
    • dem 1. Vorsitzenden
    • dem 2. Vorsitzenden
    • dem Schatzmeister
    • dem Schriftführer
    • 2 bis 6 Beisitzer mit beratender Stimme, denen die Mitgliederversammlung feste Aufgabenbereiche zuweisen kann.
  2. In den Vorstand ist jedes volljährige Vereinsmitglied wählbar. Die Wahl erfolgt durch die Mitgliederversammlung alle zwei Jahre in offener Wahl. Die Kandidaten, die die meisten Stimmen auf sich vereinen, bilden den Vorstand. Sie wählen aus ihrer Mitte den 1. Vorsitzenden und besetzen die von der Mitgliederversammlung festgelegten Funktionen.
  3. Der gewählte Vorstand beginnt seine Arbeit nach der Mitgliederversammlung und leistet diese bis zur Wahl eines neuen Vorstandes durch die Mitgliederversammlung.

§ 9 Geschäftsführung und Vertretung

  1. Die Vertretung und die Besorgung aller Vereinsangelegenheiten zwischen den Mitgliederversammlungen obliegen den in § 8 Absatz 1 Punkt a-d genannten Personen. Sie haben insbesondere
    • die Arbeit des Vereins zwischen den Mitgliederversammlungen zu leiten.
    • satzungsgemäße Beschlüsse zu veröffentlichen, deren Erfüllung zu veranlassen und zu kontrollieren
    • die Kassenangelegenheiten zu erledigen und regelmäßig, mindestens einmal jährlich den Kassenbericht zu erstellen und der Mitgliederversammlung vorzulegen.
  2. Jeweils zwei Vorstandsmitglieder sind zusammen vertretungsberechtigt. Der Vorstand kann einem Mitglied Vollmacht erteilen, allein Gespräche und Verhandlungen zu führen. Dem Vorstand ist darüber in der nächsten Sitzung Bericht zu erstatten. Dieser hat den Bericht zu bestätigen.

§ 10 Satzungsänderungen

  1. Satzungsänderungen können nur in einer Mitgliederversammlung behandelt werden, wenn die alte Fassung der angestrebten neuen Fassung in der Tagesordnung gegenübergestellt wird. In der Einladung ist ausdrücklich auf die geplante Satzungsänderung und die zu ändernden Satzungsbestimmungen hinzuweisen.
  2. Sämtliche Satzungsänderungen können nur mit einer Mehrheit von 75% der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden. Satzungsänderungen auf Grund behördlicher Maßgaben (z. B. Auflagen oder Bedingungen) können vom Vorstand beschlossen werden. Sie sind in der nächsten Mitgliederversammlung vorzutragen.
  3. Jede Satzungsänderung ist dem zuständigen Finanzamt durch Übersendung der geänderten Satzung anzuzeigen.

§ 11 Auflösung des Vereins

  1. Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Für den Auflösungsbeschluss ist eine Mehrheit von 75% der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder erforderlich. Die Auflösung des Vereins darf nur der einzige Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung sein.
  2. Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand.
  3. Bei Auflösung des Vereins fällt das Vereinsvermögen an den an den Kreissportbund des Landkreises. Dieser wird verpflichtet, es einem neuzugründenden Nachfolgeverein für die Arbeit entsprechend §2 dieser Satzung zu übergeben, der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke im Sinne des §2 zu verwenden hat.
Stand: 18.12.2010